Mittwoch, 28. November 2012

Die erste Eisdiele

Der Hamburger Alsterpavillion am Jungfernstieg kann mittlerweile auf über 200 Jahre Geschichte zurückblicken: denn schon 1799 wurde dort von Vicomte Augustin Lancelot de Quatre Barbes die allererste Eisdiele Deutschlands eröffnet. Die exotische Köstlichkeit sprach sich damals schnell herum und schon bald wurde das Café zu einer der bestbesuchtesten Hamburger Schlemmer-Adressen.

Im Laufe der Zeit wurde der Alsterpavillion mehrfach umgebaut, vergrößert oder aber gleich ganz abgerissen und wieder neu aufgebaut. 1914 stand dort bereits die fünfte Variante. Sie wurde nach den Plänen der Architekten Johann Rambatz und Wilhelm Jollasse erbaut.

Neben allerhand Köstlichkeiten gab es auch eine mehrköpfige Kapelle, die für die Unterhaltung der Gäste sorgte. Ab 1840 war dort z.B. der Vater von Johannes Brahms Kontrabassist. Anfang des 20. Jahrhunderts etablierte sich zunehmend auch Jazz- und Swingmusik. Daher war der Alsterpavillion schon vor 1933 den Nazis ein Dorn im Auge und wurde als „Judenaquarium“ verschrien. Dennoch fanden hier noch lange Zeit nach der Machtergreifung, die von offizieller Seite geächteten und später verbotenen, Swing-Konzerte statt.

Während der Bombenangriffen 1943 wurde das Gebäude zerstört und Anfang der 50iger Jahre nach den Entwürfen von Ferdinand Streb neu errichtet.

Quellen:
Strothmann, D.: Alsterpavillon – dank der Revolution. In: Hamburger Abendblatt, (21.04.2007).
Sack, M.: Alster, freudlos. In: Die Zeit, (04.03.1994).

Kommentare:

  1. Im Sommer kauf ich mir dort auch ab und zu mal ein Eis und setze mich an die Binnenalster. LG Sarah

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  2. Nächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder nach HH kommen und den Alsterpavillon besuchen.
    Lieben Gruß
    Lemmie

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  3. Auch so. Ich kenne das nicht bevor.

    Viola
    http://wunderbarkleider.blogspot.com/

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