Der Hamburger Alsterpavillion am Jungfernstieg kann mittlerweile auf über 200 Jahre Geschichte
zurückblicken: denn schon 1799 wurde dort von Vicomte Augustin Lancelot
de Quatre Barbes die allererste Eisdiele Deutschlands eröffnet. Die
exotische Köstlichkeit sprach sich damals schnell herum und schon bald
wurde das Café zu einer der bestbesuchtesten Hamburger
Schlemmer-Adressen.
Im Laufe der Zeit wurde der Alsterpavillion mehrfach umgebaut,
vergrößert oder aber gleich ganz abgerissen und wieder
neu aufgebaut. 1914 stand dort bereits die fünfte Variante. Sie
wurde nach den Plänen der Architekten Johann Rambatz und Wilhelm
Jollasse erbaut.
Neben allerhand Köstlichkeiten gab es auch eine mehrköpfige Kapelle,
die für die Unterhaltung der Gäste sorgte. Ab 1840 war dort z.B. der
Vater von Johannes Brahms Kontrabassist. Anfang des 20. Jahrhunderts
etablierte sich zunehmend auch Jazz- und Swingmusik. Daher war der
Alsterpavillion schon vor 1933 den Nazis ein Dorn im Auge und wurde als
„Judenaquarium“ verschrien. Dennoch fanden hier noch lange Zeit nach der
Machtergreifung, die von offizieller Seite geächteten und später verbotenen, Swing-Konzerte statt.
Während der Bombenangriffen 1943 wurde das Gebäude zerstört und
Anfang der 50iger Jahre nach den Entwürfen von Ferdinand Streb neu
errichtet.
Quellen:
Strothmann, D.: Alsterpavillon – dank der Revolution. In: Hamburger Abendblatt, (21.04.2007).
Sack, M.: Alster, freudlos. In: Die Zeit, (04.03.1994).

Im Sommer kauf ich mir dort auch ab und zu mal ein Eis und setze mich an die Binnenalster. LG Sarah
AntwortenLöschenNächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder nach HH kommen und den Alsterpavillon besuchen.
AntwortenLöschenLieben Gruß
Lemmie
Auch so. Ich kenne das nicht bevor.
AntwortenLöschenViola
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